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Ein außergewöhnliches Wochenende auf Sylt – und was davon wirklich geblieben ist

von Relana Dombetzki

Ich könnte jetzt erzählen, wie ich an diesem September-Morgen den Nebel bewunderte, der wabernd wie Zuckerwatte über den Feldern lag. Wie sich der Himmel langsam tief orange färbte und das erste Licht die Natur erhellte. Ich könnte auch erzählen, warum ich mich so früh an diesem Wochenende auf den Weg machte. Oder davon, wie überrascht und aufgeregt ich war, als mich sieben Tage zuvor diese Einladung zu einem außergewöhnlichen Sylt-Event erreichte. Davon, wie schwindelig mir bei dem Gedanken wurde, wie viel Luxus ich in den kommenden zwei Tagen erleben würde. Und von dem Augenblick, in dem ich fest entschlossen war, jeden noch so kleinen Moment mit meiner Kamera einzufangen, um später für dich die Geschichte zu erzählen, warum es sich lohnt, Sylt zu entdecken.

Es wurde ein Wochenende ganz anders als gedacht. 

Gedanken über Luxus, Aufmerksamkeit und Begegnungen

In den vergangenen Tagen habe ich oft darüber nachgedacht, was einen schönen Moment auf Reisen eigentlich zu einem besonderen macht. 

An diesem Wochenende war ich an wunderschönen Orten, genoss die herbstliche Natur, sah Kunst und Design, durfte in einem außergewöhnlichen Hotel schlafen, dinierte an einer fein gedeckten Tafel und durfte einen Luxus erleben, der für mich keineswegs selbstverständlich ist. Und doch merkte ich immer wieder, dass es am Ende etwas anderes war, das blieb.

Die Menschen, die ich traf. 

Menschen, die mir wenige Stunden zuvor noch vollkommen fremd gewesen waren und mit denen sich die Gespräche plötzlich so leicht anfühlten, als hätten wir uns nicht eben erst kennengelernt. Es gab kein mühsames Herantasten, kein höfliches Überbrücken von Pausen. Stattdessen wurde erzählt, gefragt, zugehört und viel gelacht. Aus einer Gruppe Fremder wurde innerhalb weniger Stunden eine Runde, in der ich mich einfach wohlfühlte.


Der Moment, in dem die Kamera unwichtig wurde


I
n diesem Moment beschloss ich, die Kamera wegzulegen und ganz in diesem Augenblick zu bleiben. Ich vertraute darauf, dass nicht die Bilder, sondern das, was ich fühlte, dieses außergewöhnliche Wochenende tief in meiner Erinnerung verankern würde.

 
Und es waren nicht nur die anderen Gäste dieses Events. Es waren ebenso die Menschen, die dieses Sylt-Wochenende mit einer Selbstverständlichkeit und Aufmerksamkeit begleiteten, bei der ich spürte, dass ihnen wirklich daran gelegen war, uns eine besondere Zeit zu schenken. Die Menschen, die uns empfingen, umsorgten und mit einer wunderbaren Ruhe dafür sorgten, dass es uns an nichts fehlte.
 
Ich war an außergewöhnlich schönen Orten – und trotzdem war das Schönste daran etwas, das man weder buchen noch bestellen kann. Zeit. Aufmerksamkeit. Großzügigkeit. Gastfreundschaft. Und Menschen, mit denen ich noch länger am Tisch hätte sitzen wollen.

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